Riester Rente Premium, der Riestervertrag mit der höchstmöglichen Ablaufleistung!

Die beste und höchste Riesterrente unter den Fondssparplänen!

Und viele ähnliche Beurteilungen, Bewertungen und Kommentare finden Sie verstreut im Internet und auf vielen Vergleichsseiten. Als Versicherunsmakler kenne ich das Produkt sehr gut und möchte meine ehrliche Meinung zur Riester Rente Premium hiermit bloggen.

Ja, die Anlagestrategeie mit CPPI-Model in diesem Produkt an sich ist nicht schlecht. Dennoch gibt es viele Punkte die bei diesem Produkt zu überdenken sind.

Ja, das Produkt hat wahrscheinlich die „höchsten Ablaufleistungen“ unter den meiner Meinung geschönten Umständen zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Nur wie kommt es dazu? Was passiert? Und wie realistisch ist der Eintritt dieser „Höchsten Ablaufleistung“?

 

DWS Riester Rente Premium und ein paar ungeklärte Punkte…

Ich habe ein DWS Riester Rente Premium Angebot ermittelt.

Die Grunddaten für den Vergleich ist eine weibliche Person geb. am 22.07.1988 / 24 Jahre alt. Der Renteneintritt ist das 67. Lebensjahr mit einem monatlichen Beitrag von 123,33 Euro +  Riester-Zulagen die noch fließen werden. Achtung, die Berechnung berücksichtigt auch schon die Zulagen! Nicht alle Anbieter berücksichtigen diese in Ihrer Hochrechnung. Kein Wunder also, dass hier mehr rauskommt, wenn andere Anbieter diese in Ihrer Hochrechnung nicht berücksichtigen.

Das Ergebnis bei einer 6%-igen Wertentwicklung, welche ich als realistisch erachte, ist eine vorrausichtliche monatliche Rente von 1.550 Euro sowie eine monatliche Grundrente von 1.034 Euro.

1. Zunächst ist zu klären was ist die vorraussichtliche monatliche Rente und was ist die monatliche Grundrente?

Die vorraussichtliche monatliche Rente ist eine Rentenleistung wenn das Kapital von 223.556 € lt. Angebot sich mit 5% in den Auszahlphase weiter verzinsen würde. Leider kann heute keiner sagen, ob die 5% Renditeerwartung später in einer sicheren Anlage möglich sind. Dies ist der erste Punkt der zugunsten von DWS „schöngerechnet“ wird. Das Kapital muss verständlicherweise relativ sicher angelegt werden, doch ohne Risiko keine Rendite. Heute sind 5% sicher nicht möglich zu erreichen. Wenn nur 1% sicher an Rendite zu erziehlen ist zum 67. Lebensjahr – was ist dann? Die vorraussichtliche monatliche Rente sinkt deutlich!

Die monatliche Grundrente ist die Rente, wenn die 5% nicht erreichbar sind sondern nur null Prozent erreicht werden können. Gleich mal ein gutes drittel weniger…

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 2. Es gibt ein vorraussichtliches Fondsvermögen von 283.485 € und das Kapital für Auszahlplan in Höhe von 223.556 €. Was ist hier der Unterschied?

Das vorraussichtliche Fondsvermögen ist das gesamte Kapital welches sich hochgerechnet ergibt bei einer angenommen Wertentwicklung von 6% auf meine eingezahlten Beiträge und alle eingezahlten Zulagen des Staates.

Das Kapital für den Auszahlplan ist das von DWS errechnete Kapital, welches DWS Ihnen ab dem 67. Lebensjahr für 18 Jahre in Form eines Auszahlplans ausbezahlen wird. Zu Rentenbeginn wird das Kapital geteilt. Ein Teil verwendet DWS bis zum 85. Lebensjahr für den Auszahlplan. Der Rest geht dann doch wieder in eine Versicherung, da nur eine Versicherung eine lebenslange Rente zahlen darf was gesetzlich Voraussetzung für die Zertifizierung eines Riester Vertrags ist. Diese Versicherung löst zum 85. Lebensjahr den Auszahlplan ab. Achtung, die Rente der abzulösenden Versicherung darf nicht geringer sein, als der Auszahlplan monatlich an „Rente“ erbracht hat.

3. Was passiert nach den 18 Jahren zum 85. Lebensjahr wenn das Kapital aus dem Topf  „Kapital für den Auszahlplan“ verbraucht ist?

Wie oberhalb schon erwähnt, wird DWS zu Rentenbeginn den Betrag von 59.929 € (Differenz zwischen vorraussichtliches Fondsvermögen und Kapital für Auszahlplan) in eine Versicherung investieren (welche heute noch nicht feststeht), die dann über die kommenden 18 Jahre das Geld in ihrem sicheren Kapitalstock anlegt um dann zu Ihrem 85. Lebensjahr die Rentenzahlung für die restliche Lebenszeit zu übernehmen. Ob das Kapital von 59.929 Euro für die Versicherungseinlage zum Rentenbeginn überhaupt ausreichend sein wird, dass die gleiche Rente später zum 85. Lebensjahr damit bis zum Lebensende abgelöst werden kann, kann heute auch keiner sagen. Sollte hier mehr benötigt werden, wird zwangsläufig die Rente geringer ausfallen müssen, als von DWS heute hochgerechnet.

DWS schreibt selbst in Ihren FAQ aus der Internetseite Stand 04.01.2012

„Mit Beginn der Auszahlungsphase wird für einen Teil des Fondsvermögens eine Leibrente bei einem Versicherungsunternehmen eingekauft.“

Ein weiteres FAQ von DWS ist:

„Entstehen für den Abschluss der Leibrente zusätzliche Abschlusskosten durch Provisionen? DWS Investments verzichtet auf mögliche Provisionen für den Abschluss der Rentenversicherung.“

Ich denke, dass beim „Einkauf einer Leibrente“ kein Einkauf kostenlos ist. Selbst wenn DWS schreibt, dass auf mögliche Provisionen verzichtet wird, werden Kosten für eine Rentenversicherung anfallen, von denen heute noch nicht geklärt ist, wie hoch diese Kosten jemals sein werden. Oder glauben Sie daran, dass eine Versicherung für nichts arbeitet? Dennoch sind das Kosten die in der Berechnung nicht berücksichtigt sind, von denen wir nicht wissen wie hoch diese jemals sein werden. Dies ist Punkt 2, der die Hochrechnung nicht ehrlich darstellt und verfälschen lässt.

Dagegen sind die Kosten bei einer Versicherung zum heutigen Tage fest in den Bedingungen geregelt. Genauso sind diese in den ausgewiesenen hochgerechneten Rentenhöhen der Versicherungsangebote berücksichtigt.

 

Das Thema Kosten…

Wie auch bei der DWS so auch bei der Versicherung fallen Kosten an. Kosten un